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Kategorie: Organisation

Unser Tipp – Die gute Stube

Unser Tipp – Die gute Stube

Tradition besteht. Selbst im schnellen Berlin. Einst gründete die Wirtin des legendären Zlata Praha in der Meinekestraße die kleine Gaststätte „Zur guten Stube“. Sie wollte sich zurückziehen, überließ ihrem Sohn das ständig ausverkaufte Erfolgsrestaurant. Aber ihre Lieblingsgäste wollten auf ihre Kochkunst nicht verzichten. Und so stand sie ganz heimlich und nur für ihre ganz speziellen Gäste – oder sollte man sie Freunde nennen? – in der „Guten Stube“. Ob Telly Savalas oder Helmut Kohl, ob Willy Brandt oder Ludwig Erhard – sie alle sollen ihre Kochkünste geschätzt haben – im Lieblingsrestaurant von Günter Pfitzmann, dem Zlata Praha ebenso wie in der „Guten Stube“.

Wer anders könnte in ihre Fußstapfen treten, wenn nicht Andreas Hoffmann, der Landgasthof aus den Kinderschuhen kennt – sein Wahlspruch: „Kein unnötiges Trara – es muss schmecken. Sonst taugt´s nicht.“

Lassen Sie es sich also schmecken. Deftige deutsche Küche. In der Pfalzburger 24 – am U-Bahnhof Hohenzollernplatz.

Hier ist Berlin. Berlin wie es isst … und trinkt.

So ist es hier. Dit isst Berlin.

Traditionsgeladene Küche mitten in Berlin.

Jetzt wieder in der Pfalzburger 24.

Reservieren empfohlen – sonst könnte es zu längeren Wartezeiten kommen:

030 85729989

oder 01782358032

Europäischer Presseball 2015 Ritz-Carlton Berlin

Europäischer Presseball 2015 Ritz-Carlton Berlin

Alljährlich die großen gesellschaftlichen Events, ohne die sich ein Austausch von Politik und Gesellschaft, von Medien und Öffentlichkeit kaum mehr vorstellen lässt. Avantgarde Creations ist immer dabei – aktiv mit eigenem Programmteil oder als Fotodokumentar.

Ein sinnliches Beispiel

Ein sinnliches Beispiel

Das Buch zum Genuss
Ein Genussbarometer stellte sich in der Berliner Kulturbrauerei vor
Genussbarometer Deutschland – so heisst das Buch von Thomas Platt, das am vergangenen Donnerstag in der Berliner Kulturbrauerei vorgestellt wurde. 25 Autoren widmen sich einem Thema, über das man eigentlich nicht so sehr schreiben kann als es vielmehr zu leben. Und so saßen dann einige Autoren auf dem Podium, um dort einander und einem Publikum aus wenig mehr als 40 Besuchern Rede und Antwort zu stehen, „wie wir zu leben verstehen“.
Ein Genießer schweigt
Ganz genüsslich hörte einer den Betrachtungen über den Genuss der Deutschen zu. Sie reichten von 5-Sterne-Restaurants im Saarland bis zur Arbeitslosenproblematik in den Neuen Bundesländern (Jutta Voigt, Kolumnistin DIE ZEIT). Der eine Zuhörer indes tat, worüber alle anderen redeten. Er genoss. Er genoss eine Montecristo No.2 – und ihm war sichtlich wohl dabei. Auch er ist einer der Autoren dieses Buches – und seine Sichtweise des Themas liest sich so:
„Sind Zigarrenraucher von Natur aus friedlichere Menschen oder werden sie erst durch ihre Zigarren zumindest weniger aggressiv? Ich beobachte in meinem Raucherzimmer immer wieder, wie eine Robusto innerhalb einer knappen Stunde aus einem gehetzten, unzufriedenen Zeitgenossen einen entspannten, offenen Menschen macht. Im Raucherzimmer sind alle gleich. Mann und Frau, gesellschaftliche Elite und Durchschnittsbürger sind vereint im Dunstkreis ihres Genusses. Deshalb ist es auch lächerlich, wenn immer wieder versucht wird, ausgerechnet für Damen besondere Zigarren zu entwickeln. Es gibt nur schlechte und gute Zigarren, und letztere schmecken allen Afficionados.“
Statistische Größen
Dr. Maximilian Herzog war als Autor mit bei der Veranstaltung, die die „Große deutsche Genuss-Studie 2004“ oder besser gesagt, deren Ergebnis mit Essays über die verschiedenen Möglichkeiten, sich dem Thema Genuss zu nähern, vorstellte. Dabei ist es durchaus bemerkenswert, dass comX-Vertreterin Nicole Warthum den Wert der Studie begründet, aus der immerhin auch hervorgeht, dass 52% der Deutschen (aus 500 Befragten) mit einen privaten Plausch „ihre Arbeit genussvoller gestalten“.
Max Herzog rauchte genüsslich seine Zigarre, und hielt so ganz nebenbei einen Plausch mit Axel Heim, dem Ex-Präsidenten des Verbandes der Zigarettenindustrie. Der „Pate“ der Veranstaltung, JTI-Manager Dr. Christof Ehrhardt: „Jeder Mensch hat einen ganz speziellen Genuss. Und für uns, die wir jetzt die Marken Camel, Winston, Reyno, Overstolz u.a. vertreten, ist interessant, unter welchen Umständen Menschen in Deutschland genießen.“ Während Verlagschef Christoph Link die Vernissage seiner jüngsten Buchproduktion moderierte, waren Herzog und seine Gesprächspartner bereits fernab jeglicher Diskussion über Genuss und Genießer.
Ein schwarzer Aktenkoffer beim Genussforum
Vielleicht ging es im Dunst seiner Zigarre unter, als Staatssekretärin Monika Beck (Saarland) das teure Küchenchef-Casting eines Oskar Lafontaine würdigte, vielleicht hörte Maximilian Herzog gar nicht, als FAS-Redakteur Alexander Marguier seine Befindlichkeiten über Couch-Genießer zum besten gab. Und vielleicht hatte Max – wie ihn die Freunde seiner Zigarren-Kollegs oft nennen – gar nicht gesehen, dass Dr. Jürgen Schatzmann, Dienststellenleiter der Landsvertretung Brandenburg, mit seinem schwarzen Aktenkoffer direkt aus seiner Amtsstube gekommen war.
Aber all das macht wohl den Genießer aus, dass er für einen Moment – und sei es nur für die Dauer einer Montecristo im 2er Format – all das vergessen kann, was uns unseren manchmal zähen Alltag im Schnelllauf der Zeit so seltsam wesensfremd erscheinen lässt.